“Talk about Science, Democracy & Entrepreneurship”
mit Prof. Dr. Bastian Halecker
Im Rahmen des Formats „Let’s Talk About Science in Class!“ besuchen Wissenschaftler*innen der Universität Potsdam weiterführende Schulen und Oberstufenzentren in Brandenburg. Gemeinsam mit Studierenden haben sie interaktive Workshops entwickelt, die Jugendlichen wissenschaftliche Themen praxisnah näherbringen und sie dazu anregen, sich aktiv mit gesellschaftlichen Herausforderungen auseinanderzusetzen. Ziel ist es, demokratische Kompetenzen zu stärken und Orientierung in einer Zeit zu geben, in der Desinformation, Populismus und die rasante Entwicklung neuer Technologien den gesellschaftlichen Diskurs zunehmend prägen.
mit Prof. Dr. Bastian Halecker
Gemeinsam mit einer 10. Klasse der Torhorst-Gesamtschule Oranienburg diskutierte Prof. Dr. Bastian Halecker über gesellschaftliche Verantwortung, unternehmerisches Denken und die Chancen sowie Herausforderungen neuer Technologien. Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie wollen wir in Zukunft leben – und was können wir heute dafür tun?
Prof. Halecker vermittelte nicht nur Wissen über technologische Entwicklungen und Künstliche Intelligenz, sondern machte vor allem Mut, die Zukunft aktiv mitzugestalten. Seine zentrale Botschaft an die Schülerinnen und Schüler: Angesichts der rasanten technologischen Entwicklung braucht es AI Literacy – also die Fähigkeit, Künstliche Intelligenz kompetent und kritisch zu nutzen – und vor allem Neugier. Wer offen auf die Welt blickt, Fragen stellt, den Austausch mit anderen sucht und bereit ist, ein Leben lang dazuzulernen, schafft die besten Voraussetzungen, zukünftige Entwicklungen mitzugestalten.
Besonders wertvoll war der dialogorientierte Ansatz des Workshops. Statt einer klassischen Vorlesung standen der Austausch, gemeinsame Reflexion und unterschiedliche Perspektiven im Mittelpunkt. Prof. Halecker nahm sich Zeit für die Fragen der Schülerinnen und Schüler und zeigte, dass Wissenschaft vom gegenseitigen Lernen und vom offenen Dialog lebt.
mit Rebecca Hoffmann und Studierenden des Studiengangs Angewandte Kulturwissenschaft und Kultursemiotik von Prof. Dr. Marie Schröer
Eine 9. Klasse der Barbara-Zürner-Oberschule Velten erhielt Besuch von der Kulturwissenschaftlerin Rebecca Hoffmann und Studierenden des Studiengangs Angewandte Kulturwissenschaft und Kultursemiotik von Prof. Dr. Marie Schröer.
Der Workshop „Wir und Die: Populismus auseinandernehmen“ war als interaktive Schnitzeljagd konzipiert. Im Mittelpunkt standen die wesentlichen Strategien von Populismus als Kommunikationsform: starke Vereinfachungen, emotionale Zuspitzungen, Wir-/Sie-Unterscheidungen, Feindbilder oder das Zusammenspiel von Sprache, Bild und Gefühl. In Bewerbungsspielen, TikTok-Analysen, eigenem Content-Creating und Gruppendiskussionen konnten sich die Jugendlichen wichtigen Fragen nähern: Was kann der Begriff „Volk“ bedeuten und wie hängt er mit Gemeinschaft zusammen? Wie entsteht Personenkult? Und warum ist es einfacher, für Probleme Schuldige statt Lösungen zu finden? Der Workshop wurde von einem jungen studentischen Team durchgeführt und bot Raum, populistische Botschaften zu analysierenund Ambiguitätstoleranz zu erproben.
mit Dr. Christoph Abels und Pia Lucas
Der Staatswissenschaftler Dr. Christoph M. Abels und die Lehramtsstudentin Pia Lucas waren am Hennigsdorfer Eduard-Maurer-Oberstufenzentrum zu Gast.
Ihr Workshop beschäftigte sich unter anderem mit der Frage, warum immer mehr Demokratien autokratische Züge annehmen. Nach einem Impulsvortrag zur Rolle von Normen und Normverletzungen für die Stabilität demokratischer Systeme nahmen die Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse an einem Rollenspiel teil. Dabei wurden die Teilnehmenden mit zwei Szenarien konfrontiert, in denen fiktive Parteien nach und nach demokratische Normen verletzten und so die Demokratie destabilisierten. Die Schülerinnen und Schüler wählten dazu „Charaktere“ – etwa eine Journalistin, eine Influencerin oder einen Kirchenvertreter – und verfolgten anhand fiktiver Social-Media-Beiträge, an Zeitungsartikeln und aus Sicht ihres Charakters die Entwicklungen nach. So erlebten sie „live“ mit, wie sich die Situation zuspitzt und welche Folgen das für unterschiedliche gesellschaftliche Akteure hat.
Wir bedanken uns herzlich bei den Lehrkräften und Schulen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und Unterstützung sowie bei allen Schülerinnen und Schülern für ihre Offenheit, ihre spannenden Perspektiven und die engagierte Mitarbeit.