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Volles Haus beim 5. Brandenburger Science Slam in Velten

Was für ein Abend! Am 29. Mai 2026 wurde das historische Ofen- und Keramikmuseum in Velten zur Bühne für den 5. Brandenburger Science Slam! Rund 150 Gäste erlebten Wissenschaft zum Staunen, Lachen und Mitfiebern.

Der Brandenburger Science Slam feierte in diesem Jahr ein kleines Jubiläum: Bereits zum fünften Mal präsentierten Wissenschaftler*innen aus Brandenburg ihre Forschung auf unterhaltsame und verständliche Weise. Passend dazu konnten die Besucher*innen vor Veranstaltungsbeginn das Ofen- und Keramikmuseum kostenfrei erkunden und so einen besonderen Einblick in die Geschichte des Veranstaltungsortes gewinnen.

Anschließend wurde es wissenschaftlich – und unterhaltsam zugleich. Sechs Forschende aus unterschiedlichen Fachrichtungen stellten ihre aktuellen Themen in jeweils zehn Minuten vor und bewiesen eindrucksvoll, dass Wissenschaft alles andere als trocken sein muss.

Den Auftakt machte Dina Khukhunaishvili von der Universität Potsdam mit ihrem Beitrag „Ich liebe dich und deine IBAN: Wie Betrüger Herzen verzaubern“. Anhand eigener Recherchen und eines Selbstexperiments zeigte sie, mit welchen Methoden Liebesbetrüger ihre Opfer manipulieren und finanziell schädigen.

Corvin Drößler, Alumni der Universität Potsdam, widmete sich der Frage, ob Germanistik eine brotlose Kunst ist. Am Beispiel des Wortes “Stulle” erklärte er anschaulich, wie „territoriale Dubletten“ entstehen - unterschiedliche Begriffe für dieselbe Sache, die sich in verschiedenen Regionen parallel entwickelt und etabliert haben.

Sarah Diering, Alumna der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde und Studentin der Universität Potsdam, ging einer drängenden gesellschaftlichen Frage nach: Warum gelingt es uns trotz eindeutiger wissenschaftlicher Erkenntnisse nicht, die notwendigen Natur- und Klimaschutzmaßnahmen konsequent umzusetzen? Anhand der Belziger Landschaftswiesen zeigte sie, wie Kommunikationsprobleme Beteiligungsprozesse erschweren und wie die Grundlagen für erfolgreiche Zusammenarbeit – etwa am Runden Tisch – gestaltet werden können.

Mit einem Ausflug ins Star-Wars-Universum zeigte Alicia Chiara Jänsch, Alumna der Universität Potsdam, wie Lehrveranstaltungen im sogenannten „Flipped Classroom“-Modell spannender und zugänglicher gestaltet werden können.

Dr. rer.nat. Stefan Kupper von der Technischen Hochschule Wildau erklärte dem Publikum, wie man Oberleitungsbusse durch gezieltes Andrahten effizienter und klimafreundlicher machen kann.

Dr. Christoph Abels von der Universität Potsdam thematisierte in seinem Slam, warum es problematisch ist, auf den Arztbesuch zu verzichten und stattdessen die KI zu fragen, die falsche Antworten gibt, aber solche, die man hören will.

Am Ende kürte das Publikum Dr. Christoph Abels mit seinem eindrucksvollen Beitrag und dem besten Ergebnis in fünf Jahren Brandenburger Science Slam in Oberhavel zum Sieger des Abends – Herzlichen Glückwunsch!

Wir sagen Danke!

Ein großes Dankeschön an alle Slammer*innen für ihre kreativen und informativen Beiträge. Danke an Bryan Nowack, der uns wie gewohnt mit viel Witz und Charme durch den Abend führte. Ein herzliches Dankeschön auch an das Ofen- und Keramikmuseum in Velten für die tolle Unterstützung und Zusammenarbeit – und an das Filmteam des ZIM der Universität Potsdam, das den Abend professionell begleitet und festgehalten hat. Und natürlich: Vielen Dank an das Publikum für die rege Teilnahme und die tolle Stimmung. 

Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Ausgabe in 2027!

Weitere Eindrücke vom 5. Brandenburger Science Slam finden Sie in unserer Galerie.