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Hochschulhappen: Wissenschaft trifft Gesellschaft | Künstliche Intelligenz

Thomas Roese

Mit dem dritten „Hochschulhappen“ wurde am 14. November ein lebendiger Diskurs rund um das aktuelle Thema Künstliche Intelligenz (KI) in der Orangerie Oranienburgs geführt. Die Brandenburger Hochschulen zeigten eindrucksvoll, welchen Einfluss neue KI-Forschung bereits heute auf Alltag, Bildung und Arbeit hat. 

KI schreibt perfekte Texte und löst scheinbar sogar komplexe Probleme in Sekunden. Was bedeutet diese "Magie" für unser Denken, Lernen und die Zukunft unserer Gesellschaft? Dr. Tobias Moebert und Dr. Evgenia Samoilova (Universität Potsdam) luden das Publikum ein, gemeinsam die ersten Schritte auf einem Weg zu gehen, der aus einer Bildungswüste in ein Paradies führt, in dem KI menschliche Kreativität und kritisches Denken entfesselt und nicht hemmt. Prof. Dr.-Ing. Florian Marquardt (Technische Hochschule Brandenburg) zeigte auf, inwiefern KI als neuer Hebel für die Kreativität nützen kann. Er stellte zwei ganz aktuelle Entwicklungen der KI-Welt vor: das Vibecoding und die Text-to-Video-KI. Prof. Dr. Thomas-Gabriel Rüdiger (Hochschule der Polizei des Landes Brandenburg) beeindruckte mit täuschend echt wirkenden Deepfakes sowie Chatbots, die menschliche Kommunikation glaubwürdig simulieren und empathisch wirken. Diese Entwicklungen zeigen, dass Informationen im digitalen Raum zunehmend hinterfragt werden müssen. Der Einsatz von KI-Technologien birgt für alle Altersstufen enorme Chancen, aber auch erhebliche Risiken. Er resümierte, dass digitale Bildung eine Überlebensstrategie für das KI-Zeitalter ist.

Die Veranstaltung ermöglichte einen angeregten Austausch, kritische Reflexion und zeigte neue Wege für Vernetzung und gesellschaftliche Weiterentwicklung auf. Herzlichen Dank an alle Wissenschaftler*innen und Besucher*innen, die diesen Abend bereichert haben.

Weitere Fotos vom Abend finden Sie in unserer Galerie.